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Ratgeber

Die Mondphasen erklärt

Es gibt acht Mondphasen: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel und abnehmende Sichel. Sie entstehen, weil sich der Winkel des Mondes zur Sonne ändert, während er die Erde umkreist, und ein vollständiger Zyklus von Neumond zu Neumond dauert im Mittel 29,53 Tage.

Unten findest du jede Phase, gezeichnet nach der echten Geometrie des Mondes, dazu, woher die Phasen kommen, wie lange der Zyklus dauert, wo der Mond gerade darin steht und wann die nächsten Phasen fallen. Ein eigener, deutlich gekennzeichneter Abschnitt zeigt, was die Astrologie in jede Phase hineinliest.

Der Mond gerade jetzt

Live

abnehmender Dreiviertelmond

95 % beleuchtet
Tag 17,5 des Zyklus
Mond im Zeichen Stier

Stand: 28. September 2026 um 14:43 UTC

Die nächsten Hauptphasen

  • letztes ViertelSa., 3. Oktober um 13:25 UTC
  • NeumondSa., 10. Oktober um 15:50 UTC
  • erstes ViertelSo., 18. Oktober um 16:12 UTC
  • VollmondMo., 26. Oktober um 04:11 UTC
Mondaufgang, Monduntergang und der ganze Monat für deine Stadt: der Mondkalender

Die acht Phasen

  1. 01

    Neumond

    0 % beleuchtet · 0° von der Sonne

    Der Mond steht zwischen Erde und Sonne und kehrt uns seine dunkle Seite zu. Er geht mit der Sonne auf und unter und verschwindet in ihrem Glanz, der Neumond selbst ist also nicht zu sehen. Nur in dieser Phase kann es eine Sonnenfinsternis geben.

  2. 02

    zunehmende Sichel

    15 % beleuchtet · 45° von der Sonne

    Ein oder zwei Tage nach Neumond taucht nach Sonnenuntergang eine schmale Sichel am Westhimmel auf und wächst jeden Abend ein Stück. Der Rest der Scheibe schimmert oft schwach im Erdschein, also im Sonnenlicht, das die Erde zurückwirft.

  3. 03

    erstes Viertel

    50 % beleuchtet · 90° von der Sonne

    Die halbe Scheibe ist beleuchtet, und der Mond hat ein Viertel seiner Umlaufbahn zurückgelegt, daher der Name. Auf der Nordhalbkugel steht er um Sonnenuntergang hoch im Süden und geht gegen Mitternacht unter.

  4. 04

    zunehmender Dreiviertelmond

    85 % beleuchtet · 135° von der Sonne

    Mehr als die Hälfte ist beleuchtet, und das Licht nimmt weiter zu. Der Mond geht am Nachmittag auf und steht den größten Teil der Nacht am Himmel.

  5. 05

    Vollmond

    100 % beleuchtet · 180° von der Sonne

    Der Mond steht der Sonne gegenüber, und die ganze uns zugewandte Seite ist beleuchtet. Er geht um Sonnenuntergang auf und um Sonnenaufgang unter. Nur in dieser Phase kann es eine Mondfinsternis geben.

  6. 06

    abnehmender Dreiviertelmond

    85 % beleuchtet · 225° von der Sonne

    Das Licht beginnt auf der Seite zu schwinden, die zuerst beleuchtet war. Der Mond geht jeden Abend später auf und steht nach Sonnenaufgang noch lange am Himmel.

  7. 07

    letztes Viertel

    50 % beleuchtet · 270° von der Sonne

    Wieder ist die halbe Scheibe beleuchtet, diesmal die andere Hälfte. Der Mond geht gegen Mitternacht auf und ist am besten am Morgenhimmel zu sehen.

  8. 08

    abnehmende Sichel

    15 % beleuchtet · 315° von der Sonne

    Eine immer schmalere Sichel geht kurz vor der Sonne auf und steht in der Morgendämmerung im Osten, bis sie im nächsten Neumond verschwindet.

So erscheinen sie von der Nordhalbkugel aus
Dieselben Phasen von der Südhalbkugel aus
NovaOracles · Tab. CXLV · Orbis Lunae

§ 01

Wie die Mondphasen entstehen

Die Sonne beleuchtet immer eine Hälfte des Mondes, nämlich die ihr zugewandte. Was sich im Lauf eines Monats ändert, ist, wie viel wir von dieser hellen Hälfte von der Erde aus sehen. Während der Mond seine Bahn zieht, verschiebt sich der Winkel zwischen Mond, Erde und Sonne, und wir blicken frontal, von der Seite oder in irgendeinem Winkel dazwischen auf die beleuchtete Hälfte.

Astronomen nennen diesen Winkel die Elongation: den Abstand des Mondes von der Sonne am Himmel. Bei 0 Grad ist Neumond, bei 90 Grad erstes Viertel, bei 180 Grad Vollmond und bei 270 Grad letztes Viertel. Der beleuchtete Anteil der Scheibe ergibt sich direkt aus diesem Winkel, und genau so ist jede Abbildung auf dieser Seite gezeichnet.

Der Erdschatten hat mit den Phasen nichts zu tun. Er fällt nur bei einer Mondfinsternis auf den Mond, und die ist nur bei Vollmond möglich, wenn der Mond nahe einem der Punkte steht, an denen seine Bahn die Sonnenbahn kreuzt, den Mondknoten. Der Leitfaden zu Mondphasen und Finsternissen behandelt Knoten und Finsternisse ausführlich.

§ 02

Zunehmender und abnehmender Mond

Von Neumond bis Vollmond wächst der beleuchtete Teil: Der Mond nimmt zu. Von Vollmond zurück zu Neumond schrumpft er: Der Mond nimmt ab. Auf der Nordhalbkugel ist ein zunehmender Mond rechts beleuchtet, ein abnehmender links. Dazu gibt es eine alte Eselsbrücke: Gleicht die Sichel der Rundung eines Schreibschrift-„a“, ist der Mond abnehmend; lässt sich ein Strich davorsetzen, sodass ein Schreibschrift-„z“ entsteht, ist er zunehmend. Die Regel gilt allerdings nur nördlich des Äquators.

Auch die Uhrzeit verrät die Richtung. Ein zunehmender Mond ist ein Abendmond, der bei Sonnenuntergang schon am Himmel steht. Ein abnehmender Mond ist ein Morgenmond: Er geht spät in der Nacht auf und hängt nach der Dämmerung noch am Himmel.

§ 03

Warum der Mond auf der Südhalbkugel anders aussieht

Alle Menschen auf der Erde sehen im selben Moment dieselbe Phase: Vollmond ist in Sydney genauso wie in Istanbul. Anders ist nur die Ausrichtung. Wer auf der Südhalbkugel lebt, blickt nach Norden, um den Mond zu sehen. Von dort aus steht er im Vergleich zur Nordhalbkugel auf dem Kopf, und die helle Seite ist gespiegelt: Eine zunehmende Sichel ist links beleuchtet.

In Äquatornähe liegt die Sichel fast waagerecht, von unten oder oben beleuchtet, und wird manchmal Mondschiffchen oder lächelnder Mond genannt. Die zweite Reihe der Scheiben oben zeigt dieselben acht Phasen so, wie sie auf der Südhalbkugel erscheinen.

§ 04

Wie lange ein Mondzyklus dauert

Einen Monat nach dem Mond kann man auf zwei Arten messen, und die Ergebnisse liegen mehr als zwei Tage auseinander.

Synodischer Monat, von Neumond zu Neumond (Mittelwert)
29,530589 Tage: 29 Tage, 12 Std., 44 Min.
Siderischer Monat, ein Umlauf vor dem Sternhintergrund (Mittelwert)
27,321662 Tage: 27 Tage, 7 Std., 43 Min.
Kürzeste und längste Lunation, 2026 bis 2035
29,28 bis 29,82 Tage

Die Phasen folgen dem synodischen Monat. Während der Mond einmal die Erde umrundet, rückt die Erde auf ihrer eigenen Bahn um etwa 27 Grad weiter, und der Mond braucht rund zwei Tage länger, bis er wieder im selben Winkel zur Sonne steht. Weil die Mondbahn elliptisch ist und die Sonne an ihr zerrt, kann eine einzelne Lunation mehrere Stunden kürzer oder länger ausfallen als der Mittelwert; die Spanne oben ist aus jedem Neumond des Zeitraums berechnet.

Was die Astrologie in jede Phase hineinliest

Was die Astrologie in jede Phase hineinliest

Dieser Abschnitt ist Astrologie, eine symbolische Tradition, und keine Astronomie. Die Phasen selbst sind messbar; die Bedeutungen unten zeigen, wie Astrologen sie deuten.

  • Neumond

    Zeit für Anfänge: Absichten fassen, Ideen säen und leise beginnen, bevor etwas sichtbar wird.

  • zunehmende Sichel

    Der erste Anlauf. Pläne stoßen auf ersten Widerstand, und es gilt, dranzubleiben.

  • erstes Viertel

    Der Plan auf dem Prüfstand. Entscheidungen und Korrekturen, oft mit etwas Spannung.

  • zunehmender Dreiviertelmond

    Verfeinern und vorbereiten. Die Details werden geschliffen, bevor sich etwas zuspitzt.

  • Vollmond

    Höhepunkt und Sichtbarkeit. Was begonnen wurde, kommt ans Licht, und die Gefühle schlagen hoch.

  • abnehmender Dreiviertelmond

    Teilen und verarbeiten, was der Vollmond gezeigt hat. Eine gute Phase, um Gelerntes weiterzugeben.

  • letztes Viertel

    Bilanz ziehen. Loslassen, was nicht mehr trägt, und Platz schaffen.

  • abnehmende Sichel

    Ruhe vor dem nächsten Zyklus. Rückzug, Besinnung und das Abschließen offener Enden.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Mondphasen gibt es?
Meist werden acht genannt: Neumond, zunehmende Sichel, erstes Viertel, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel und abnehmende Sichel. Vier davon, Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel, sind exakte Zeitpunkte; die anderen vier sind die Abschnitte dazwischen.
Wie lange dauert eine Mondphase?
Die vier Hauptphasen sind Augenblicke, minutengenau gemessen. Die vier Zwischenphasen dauern im Mittel jeweils etwa 7,4 Tage, ein Viertel des Zyklus von 29,53 Tagen. Im Alltag wird der Name einer Phase oft für den ganzen Tag um den exakten Zeitpunkt verwendet.
Warum ist der Vollmond in der Nacht des angegebenen Datums nicht immer voll?
Vollmond ist der exakte Moment, in dem der Mond der Sonne gegenübersteht. Kalender nennen diesen Moment in einer bestimmten Zeitzone, oft in UTC, und in deiner eigenen Zeitzone kann er deshalb auf das Datum davor oder danach fallen. Für das bloße Auge wirkt der Mond etwa einen Tag davor und danach voll.
Sieht jeder auf der Erde dieselbe Mondphase?
Ja. Die Phase hängt von der Stellung von Sonne, Erde und Mond ab und ist deshalb im selben Moment überall gleich. Mit deiner geografischen Breite ändert sich nur die Ausrichtung: Auf der Südhalbkugel ist die helle Seite gespiegelt.

Quellen

Jedes Datum, jede Uhrzeit und jeder Prozentwert auf dieser Seite wird von der Astronomie-Engine von NovaOracles berechnet und mit JPL Horizons und dem US Naval Observatory abgeglichen. Die Zeiten sind in Weltzeit (UTC) angegeben.