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Glossar

Aspekte

Trigon

Bei einem Trigon stehen zwei Planeten 120 Grad voneinander entfernt; es ist der leichteste der großen Winkel. Wofür die beiden Planeten stehen, greift wie von selbst ineinander, ein Talent oder ein Rückhalt, der einfach da ist. Genau diese Leichtigkeit ist auch der Haken: Ein Trigon kann so bequem sein, dass man es für selbstverständlich nimmt und kaum ausschöpft. Meist verbindet es Planeten desselben Elements, was seinen weichen Ton zum Teil erklärt.

Aspekte · A. Cellarius · Harmonia Macrocosmica · 1661
A. Cellarius · Harmonia Macrocosmica · 1661

Ein Trigon ist der leichteste der großen Winkel. Was die beiden Planeten mitbringen, verbindet sich fast von selbst, wie zwei Menschen, die sofort dieselbe Sprache sprechen. Deshalb gilt ein Trigon als Gabe, als ein Bereich, in dem dir etwas ohne großen Kampf zufällt.

Ein Drittel des Kreises, vier Zeichen Abstand

120 Grad sind ein Drittel des Kreises. Weil jedes Zeichen 30 Grad breit ist, liegen zwei Punkte im Trigon fast immer vier Zeichen auseinander, und das sind Zeichen desselben Elements. Feuer trifft auf Feuer, Erde auf Erde. Dieser gemeinsame Grundton erklärt, warum sich die beiden Planeten so leicht verstehen: Sie arbeiten aus derselben Haltung heraus.

Talent, Fluss und der Haken der Bequemlichkeit

Traditionell steht das Trigon für Talent, Fluss und Leichtigkeit. Astrologen deuten es als etwas, das dir angeboren zufällt, eine Fähigkeit, auf die du dich verlassen kannst, ohne sie erst zu erkämpfen. Der Haken ist genau diese Bequemlichkeit. Weil das Trigon keinen Druck erzeugt, bleibt seine Gabe manchmal liegen, bis ein spannungsreicher Winkel sie in Bewegung bringt.

Venus im Trigon zu Jupiter: natürliche Wärme

Stehen Venus und Jupiter im Trigon, sieht man darin oft natürliche Wärme und ein Geschick im Umgang mit Menschen, etwas, das leicht Sympathie weckt. Weil es so mühelos wirkt, nimmt die Person es vielleicht gar nicht als besondere Stärke wahr, sondern hält es für selbstverständlich.

Leichtigkeit ist noch kein Ergebnis

Ein Trigon gilt vielen als reines Glück, doch Leichtigkeit ist nicht dasselbe wie Ergebnis. Ohne etwas Einsatz bleibt die Gabe oft ungenutzt. Bilden gleich drei Planeten untereinander Trigone, entsteht ein großes Trigon, das dieselbe Bequemlichkeit noch verstärkt.

Trigone in Bewegung

Trigone gibt es nicht nur im Geburtshoroskop, sie entstehen auch als Transit, wenn ein laufender Planet einen Punkt deiner Geburt im 120-Grad-Winkel berührt. Solche Phasen werden oft als leichte, offene Fenster erlebt, in denen etwas müheloser gelingt als sonst. Weil ihre Wirkung sanft ist, verstreichen sie leicht ungenutzt. Wer sie kennt, kann sie bewusst füllen, statt sich hinterher zu wundern, warum eine gute Gelegenheit vorbeigezogen ist. Das gilt für ein einzelnes Trigon ebenso wie für die Gaben, die ein Horoskop von Geburt an mitbringt.

Die Trigone finden, die dir leicht zufallen

Das Geburtshoroskop-Tool hebt die Trigone in deinem Horoskop hervor, sodass du die Gaben erkennst, die dir leicht zufallen. Wie sich das weiche Sextil davon unterscheidet, zeigt der Eintrag zum Sextil.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Trigon?

Zwei Planeten 120 Grad voneinander entfernt. Was die beiden anbieten, fließt meist mühelos zusammen, ein Talent oder eine Stütze, die einfach da ist.

Warum gilt das Trigon als harmonisch?

Weil 120 Grad meist zwei Zeichen desselben Elements verbinden. Feuer mit Feuer oder Wasser mit Wasser versteht sich leicht, und dieser gemeinsame Grundton macht den Aspekt weich.

Hat ein Trigon auch einen Nachteil?

Manchmal. Was so leicht kommt, wird leicht übersehen. Ein Trigon kann so bequem sein, dass die Begabung ungenutzt bleibt, bis ein Anstoß von außen sie herausfordert.

Quellen

  1. 01Ptolemäus: Tetrabiblos, englische Übersetzung von F. E. Robbins (1940), LacusCurtius

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